5.4.01 Verbesserung der Annehmbarkeit der Krankenhausleistung
1 Zweck und Ziel
Für die Annahme von Krankenhausleistungen spielen die Bedürfnisse der Patienten und die Wahrnehmung der Leistungen durch die Patienten eine große Rolle. Dafür müssen die einzelnen Behandlungen und ihr Ablauf „mit den Augen des Patienten“ betrachtet werden. Ziel ist es, dass sich kein Patient durch objektive oder nur empfundene Unannehmlichkeiten von einer notwendigen Behandlung abhalten lässt.
2 Anwendungsbereich
Ablaufgestaltung, Gestaltung der Räumlichkeiten, Informationsmaterial usw., so weit sie die Art und Weise der Leistungserbringung betreffen. Aspekte der Annehmbarkeit dürfen bei der Auswahl von medizinischen Behandlungsverfahren Fragen der Wirksamkeit und Sicherheit ärztlicher und pflegerischer nicht überdecken.
3 Durchführung
3.1 Durchführung von Erhebungen und Studien
Nicht immer lassen sich die Bedürfnisse und Wahrnehmungen durch ein einfaches Gedankenexperiment oder durch Einfühlung in die Lage des Patienten herausfinden. In solchen Fällen sind Erhebungen als Umfragen, Befragungen oder an-dere Techniken von Nutzen.
Immer sollte das Krankenhaus über ein Verfahren verfügen, die Bedürfnisse der Patienten, systematisch zu erfassen und zu listen. Bei regelmäßigen Audits kann dann überprüft werden, ob die Erfüllung der Bedürfnisse zumindest dort realisiert wird, wo das ohne großen Aufwand möglich ist.
Die Methoden gehören zu den Verbesserungstechniken (siehe Kapitel 5.4.1
3.2 Auswertung von fremden Studien
Studien, die krankenhausunabhängige Institute, Forschungseinrichtungen oder Verbraucherorganisationen durchgeführt haben, sollen regelmäßig durchgearbeitet werden. Die daraus erkennbaren Bedürfnisse sollen herausgeschrieben und gelistet werden.
Zu den Bedürfnissen sind Wertungen vorzunehmen analog dem House of Quality.
Zu den Studien soll ein Kommentar zur Einschätzung ihrer Validität abgegeben werden.
Neben den „Wunsch-Listen“ kann auch eine „Problem-Liste“ geführt werden. In einer Tabelle kann nachgeprüft werden, welche Lösungen für die Probleme gefunden wurden.
3.3 Zeitbedarf
4 Dokumentation
Führen einer Liste der Patienten-Bedürfnisse
5 Zuständigkeiten
Die Gestaltung der Leistungserbringung ist Leitungsaufgabe.
6 Hinweise und Anmerkungen
7 Mitgeltende Unterlagen
7.1 Literatur, Vorschriften
1. Umfrage der Stiftung Warentest zu Dienstleistungen im Krankenhaus, veröffentlicht in test 11/95 S. 1200 - 1206
2. DAK-Versichertenbefragung über Hamburger Krankenhäuser
April 1996
3. Nickel, S.; Trojan, A.
Zwischenbericht der quantitativen Patientenbefragung 1994 im krankenhaus „Alten Eichen“
Public health Project Begleitforschung Gesundheitsförderndes Krankenhaus. 21.3.1995
Diskussion